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Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen der Minifeuerwehr Schöneck-Kilianstädten

20 Jahre ist die Minifeuerwehr im Schönecker Ortseil Kilianstädten alt. Was 2004 als teilweise belächelte Pionierarbeit begann, wurde zum Erfolgsmodell. Am vergangene Wochenende feierten die Minis ihren Geburtstag.

Im März 2004 richtete die Feuerwehr Schöneck im Ortsteil Kilianstädten eine Kinderfeuerwehr ein. In ganz Hessen gab es zu diesem Zeitpunkt keine zehn Feuerwehren, die über ein Angebot für unter 10-Jährige verfügten. Personalmangel in den Feuerwehren war zu dieser Zeit noch kein großes Thema. Der damalige Wehrführer im Ortsteil Kilianstädten, Frank Ditzel, suchte jedoch schon frühzeitig nach Möglichkeiten, den Nachwuchs der Feuerwehr auch zukünftig sicherzustellen.

Mit pädagogisch und feuerwehrtechnisch geschultem Personal starteten die Minis. Entgegen mancher Widerstände und teilweise belächelt waren sie eine der ersten Kinderfeuerwehren im Main-Kinzg-Kreis.
Was klein Anfing hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Eckpfeiler der Nachwuchssicherung entwickelt. Etwa die Hälfte der Feuerwehren im Main-Kinzig-Kreis verfügen zwischenzeitlich über eine Abteilung für die 6 bis 10-Jährigen. Eine Verankerung in den gesetzlichen Vorgaben für die Feuerwehren folgte erst Jahre später.

Einen Geburtstag feiert man am Besten mit Freunden. So hatte die Minifeuerwehr Kilianstädten am vergangenen Samstag zu Gaudiwettkämpfen rund um das Feuerwehrhaus in Kilianstädten eingeladen. Und viele Kinderfeuerwehren aus der Region Hanau folgten der Einladung. 23 Mannschaften bevölkerten am Vormittag das Feuerwehrgelände und lieferten sich einen Wettstreit um Geschick und Augenmaß. Bei Stationen wie Gummistiefelzielwurf, Wassertransport mit Schwämmen oder einer Kistenraupe kam auch der Spaß nicht zu kurz.
Den Sieg konnte schließlich eine Mannschaft der Kinderfeuerwehr Ronneburg erringen. Auf Platz zwei folgten die Kids aus Maintal-Hochstadt und auf Platz drei aus Hanau-Mittelbuchen. Sichtlich stolz nahmen die Nachwuchsfeuerwehrleute ihre Pokale entgegen.

Nach einer kurzen Umbaupause folgte am Abend der offizielle Teil des Jubiläums mit einer akademischen Feier im Feuerwehrgerätehaus.
Über 100 Gäste konnte die bereits seit Jahren in der Verantwortung stehende Leiterin der Kinderfeuerwehr in Kilianstädten, Melanie Haas, begrüßen. Neben den Minifeuerwehrkindern fanden auch Vertreter anderer Vereine und Feuerwehren sowie aus der Politik den Weg nach Kilianstädten. Ein ganz besonderer Gast war der hessische Innenminister Prof. Dr. Poseck, der an der Veranstaltung teilnahm und ein Grußwort an die Anwesenden richtete.
Melanie Haas gab zur Begrüßung einen Rückblick auf die vergangenen zwanzig Jahre.
Nachfolgend berichteten der amtierende Wehrführer in Kilianstädten, Günther Ditzel sowie der aktuelle Vereinsvorsitzende des Feuerwehrvereins in Kilianstädten, Matthias Steul, von ihren Erlebnissen rund um die Minis. Beide gehörten vor zwanzig Jahren eher zu den Skeptikern bezüglich der Gründung einer Kinderabteilung, waren aber nicht zu stolz, ihre Meinung zu revidieren.
In ihrer Rede sprach Melanie Haas den aktuellen und ehemaligen Betreuerinnen und Betreuern der Minifeuerwehr ihren Dank aus. An Janik Ditzel, heute stellvertretender Gemeindebrandinspektor und damals Gründungsmitglied der Minifeuerwehr, stellte Haas einen exemplarischen Lebenslauf eines Feuerwehrangehörigen von den Minis über die Jugendfeuerwehr bis in die Einsatzabteilung der Feuerwehr Schöneck dar.
Im Anschluss hatten die Geburtstagskinder selbst das Wort. Viele Stunden lang hatten sie mit ihren Betreuerinnen eine Aufführung vorbereitet, die ganz besonders zum Gelingen des Abends beitrug.
Nach der Auflockerung durch unsere Kleinsten richtete Prof. Dr. Poseck das Wort an die Gäste. In seinem Grußwort betonte er seine Anerkennung für die weitsichtige Entscheidung, eine Kinderfeuerwehr zu gründen. Kinderfeuerwehren dienten einer frühzeitigen Bindung von Menschen an die Feuerwehr. Gerade in freiwilligen Feuerwehren sei die Nachwuchssicherung ein wichtiges Thema.
Kreisbrandinspektor Markus Busanni hatte neben seiner Anerkennung für die Gründung einer Kinderfeuerwehr vor zwanzig Jahren auch eine ganz besondere Ehrung im Gepäck.
Frank Ditzel wurde das Ehrenkreuz des Nassauischen Feuerwehrverbandes am Bande in silber verliehen. Diese selten verliehene Auszeichnung erhielt Ditzel nicht zuletzt für seine Initiative zur Gründung der Minifeuerwehr.
Gemeindebrandinspektor Thomas Walter, zur Zeit der Gründung der Minifeuerwehr stellvertretender Wehrführer im Ortsteil Büdesheim, berichtete über seinen kritischen Blick auf die Geschehnisse im Nachbarort. Zunächst zweifelnd sei er heute froh, dass alle Ortsteile über eine Minifeuerwehr verfügen.
Auch Bürgermeisterin Cornelia Rück war die Freude über das Erfolgsmodell der Kinderfeuerwehren in Schöneck anzumerken. Auch sie betonte die Wichtigkeit einer frühzeitigen Nachwuchssicherung.
In Vertretung für Herrn Landrat Stolz überbrachte die ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Schröder die Grüße des Main-Kinzig-Kreises. Im Hinblick auf die Feuerwehr Schöneck könne die Bürgermeisterin gut schlafen.
Gemeindejugendfeuerwehrwart Julian Drischel konnte den Erfolg der Kinderfeuerwehren in Schöneck mit deutlichen Zahlen unterlegen. Über 90 Prozent der Jugendfeuerwehrmitglieder in Schöneck waren zuvor Angehörige der Kinderfeuerwehren.
Neben dem Engel der Courage als Geschenk, hatte Frau Pfarrerin Reuhl noch einen Segen für den Nachwuchs dabei. In ihrem Grußwort bezog sie sich auf den Wahlspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!“
Die vielleicht schönste Einordnung in die Zeitgeschichte zog der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Klaus Ditzel. Die Social media Plattform Facebook wurde im selben Jahr gegründet, wie die Minifeuerwehr in Kilianstädten. Ditzel betonte in seinem Resümee an die Kinder: „Ihr seid viel wertvoller als Facebook!“
Sehr persönliche Worte fanden zum Abschluss die beiden Leiterinnen der Minifeuerwehren in Büdesheim und Oberdorfelden. Sichtlich gerührt nahm Haas die Worte ihrer Kolleginnen auf.
Mit kleinen Snacks und vielen netten Gesprächen klang der Abend im Anschluss aus.

Aber nicht nur mit anderen Kinderfeuerwehren und geladenen Gästen sollte das Jubiläum begangen werden. Auch die Bevölkerung war eingeladen, mit der Minifeuerwehr zu feiern. Im Rahmen des Tags der offenen Tür der Feuerwehr in Kilianstädten wurde dies am Sonntag umgesetzt. Neben den üblichen Angeboten wie der Ausstellung der Feuerwehrfahrzeuge und unserer Technik, nahm auch die Brandschutzerziehung des Main-Kinzig-Kreises an der Veranstaltung teil. Modellbauer nutzten die Gelegenheit, ihre Modelle auszustellen und unsere Jugendfeuerwehr zeigte ihr Können bei einer Übung.
Das Highlight war eine Tombola, für die viele örtliche und überörtliche Spender Sachpreise gestiftet hatten.
Da auch das Wetter mitspielte, konnten sich unsere Jüngsten über großen Besucherzuspruch freuen.

„Es war ein anstrengendes aber wunderschönes Wochenende“, zieht Haas Bilanz. „Ich möchte mich bei allen Spenderinnen und Spendern für die Tombola und bei allen Gästen unseres akademischen Abends ganz herzlich bedanken. Mein ganz besonderer Dank gilt aber allen Helferinnen und Helfern. Egal ob hinter den Kulissen oder ganz offensichtlich! Ohne Sie und euch wäre das Jubiläum nicht so schön geworden!“

(mb)

 

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