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Übung über Gemeindegrenzen hinweg

Straßen verbinden Gemeinden und bergen Gefahren. Demnächst steht die Eröffnung eines weiteren Teilstücks der L 3009 zwischen Kilianstädten und Windecken an. Grund genug für die Feuerwehren aus Nidderau und Schöneck einen komplexen Verkehrsunfall auf dieser Strecke zu üben.

Um 18.49 Uhr wurden die Einsatzabteilungen Windecken und Kilianstädten zu einer Alarmübung auf einem Teilstück der neu ausgebauten L 3009 zwischen Kilianstädten und Windecken alarmiert. Den beiden Zügen bot sich eine unübersichtliche Lage: Ein LKW liegt auf der Seite, unter dem LKW ist eine Person eingeklemmt und im Führerhaus sind mehrere Personen eingeschlossen. Ebenfalls beteiligt sind zwei PKW von denen einer im Graben auf dem Dach liegt und brennt. Auch hier sind jeweils mehrere Personen eingeschlossen und müssen unter Zuhilfenahme von schwerem Gerät gerettet werden.
Die Fahrzeuge für die Übung stellte der Abschleppdienst Central aus Hanau zur Verfügung und unterstütze das Vorbereitungsteam beim Platzieren des Übungsszenarios. Die Verletzten sowie der an der Einsatzstelle vorhandene Rettungsdienst wurden durch das DRK, Ortsverband Nidderau, gestellt. Die Übungsleitung und Übungsbeobachtung rekrutierte sich aus Fachkräften der beteiligten Feuerwehren.

Die Vielzahl an Verletzten, insgesamt waren es elf, stellte die Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. Wer muss zuerst gerettet werden? Auf was ist dabei zu achten?
Viele Absprachen waren auf Führungsebene nötig, um die Einsatzkräfte zu koordinieren. Material wurde über kommunale Grenzen hinaus ausgetauscht und Hand in Hand gearbeitet. Die Einsatzabteilung Kilianstädten wurde hierbei noch zusätzlich durch Kameraden aus Oberdorfelden unterstützt. Aber nicht nur die schwere körperliche Arbeit der technischen Rettung wurde trainiert. Auch die Koordination eines solchen Einsatzes mit dem Einsatzleitwagen und der Einsatz der Drohne zur Erkundung und Personensuche war Gegenstand des Szenarios.

Die konstruktive Kritik der Übungsbeobachter fiel dann erfreulich positiv aus:
Hier und da besteht wie bei jeder Übung Optimierungspotential. Insgesamt wurden aber alle Patientinnen und Patienten fachlich richtig und zeitgerecht gerettet.
Auch die Übungsteilnehmer waren sich einig. Das Einsatzszenario war durchaus realistisch und die Zusammenarbeit funktionierte reibunsglos.

Unser Dank für die Ermöglichung dieser wichtigen Übung gilt dem Abschleppdienst Central, HessenMobil und natürlich dem DRK, OV Nidderau.
(mb)